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Das Fachwörterbuch: der Gamechanger fürs Jusstudium
Interview mit Christian Piska
Christian Piska vom Juridicum Wien erklärt, warum das Werk ein Gamechanger für Studium und Beruf ist.
Herr Prof. Piska, warum gehört dieses Fachwörterbuch in die Tasche jedes Studierenden?
Jura verdichtet ganze Regelungszusammenhänge in einzelne Wörter. Hinter Begriffen wie „Verschulden“, „Besitz“, „Rechtsfähigkeit“ oder „Bescheid“ stehen Voraussetzungen, Abgrenzungen und Rechtsfolgen. Das Fachwörterbuch erschließt diese Bedeutung schnell und verlässlich. Aus einem Fragezeichen entsteht Struktur, aus Struktur wieder aktives Mitdenken. Deshalb gehört es neben Gesetz, Laptop und Textmarker zur juristischen Grundausstattung.
Wie holt das Buch verzweifelte Studierende zurück in die Lehrveranstaltung?
Wie funktioniert diese juristische Soforthilfe konkret?
Was macht die Einträge so schnell erfassbar?
Warum leistet das Fachwörterbuch mehr als eine Sammlung kurzer Definitionen?
Juristische Begriffe gewinnen ihre Präzision durch den Kontext. Ein gleichlautendes Wort kann je nach Rechtsgebiet eine andere Funktion tragen. Im Zivilrecht prägt „Verschulden“ die Frage, ob jemand für einen Schaden einstehen muss. Im Strafrecht betrifft der Begriff die persönliche Vorwerfbarkeit im Zusammenhang mit staatlicher Strafe. Das Fachwörterbuch ordnet jede Bedeutung dem passenden Rechtsgebiet zu und macht die Unterschiede unmittelbar sichtbar.
Zugleich zeigt das Werk den Konnex zwischen verschiedenen Begriffen und Rechtskonzepten. Eigentum bezeichnet die rechtliche Herrschaft über eine Sache, Besitz die tatsächliche Sachherrschaft. Grundrechte und Grundprinzipien erfüllen unterschiedliche Aufgaben und stehen dennoch in einem engen systematischen Verhältnis. Die Verweise verbinden solche Bausteine zu einer juristischen Landkarte. Studierende lernen damit keine isolierten Vokabeln; sie verstehen das System hinter den Wörtern.
Was bringt das Buch beim Wiederholen – besonders für Studierende, die spät mit dem Lernen beginnen?
Beim Wiederholen liefert das Fachwörterbuch ein konzentriertes Training der juristischen Grundbegriffe. Studierende können Begriffsgruppen systematisch durchgehen, Definitionen auffrischen, Abgrenzungen prüfen und Querverbindungen festigen. Dadurch wird Wissen schnell abrufbar und in der Falllösung anwendbar. Wer spät mit der Prüfungsvorbereitung beginnt, braucht vor allem klare Prioritäten und ein belastbares Grundgerüst. Das Fachwörterbuch bringt die entscheidenden Begriffe rasch auf Stand und macht Studierende in kurzer Zeit sattelfest. Es wirkt wie ein Turboboost im Auto: Es verdichtet den Input, maximiert die Leistung und bringt das Lernen genau dann auf Tempo, wenn jede Stunde zählt. Aus verstreutem Wissen entsteht eine geordnete Grundlage für Skript, Lehrbuch und Prüfungsschema.
Das Fachwörterbuch ist fürs Wiederholen speziell strukturiert. Wer zB zur Einführungsprüfung, das ist in Wien die STEOP, antritt, kann gezielt alle Begriffe, die für die Einführungsprüfung relevant sind, identifizieren und nochmal durcharbeiten. Alle Begriffe sind nämlich bereichsspezifisch gekennzeichnet, damit man sofort erkennt, zu welchem Fachbereich bzw zu welchem Prüfungsfach sie gehören. Die Onlineplattform kann Kategorien herausfiltern und macht das daher noch einfacher.
Warum ist das Fachwörterbuch ein besonders verlässlicher Ausgangspunkt gegenüber einer spontanen Internet- oder KI-Antwort?
Das Fachwörterbuch verbindet Geschwindigkeit mit fachlicher Verantwortung. Ausgewiesene Autor:innen verfassen feste, nachvollziehbare Einträge. Studierende erhalten bei jedem Nachschlagen eine stabile Grundlage, die dem jeweiligen Rechtsgebiet zugeordnet und überprüfbar bleibt.
Eine generative KI formuliert ihre Antwort situativ und kann dabei Inhalte erfinden oder Kontexte vermischen. Das Fachwörterbuch erzeugt keinen Text; deshalb entfällt das typische Halluzinationsrisiko generativer Systeme. Es liefert eine sichere erste Antwort und weist den Weg zu Lehrbüchern, Kommentaren und Judikatur. Diese Verlässlichkeit stärkt die eigene juristische Urteilskraft.
Für wen ist das Fachwörterbuch konzipiert?
Das Angebot richtet sich an eine bewusst breite, zugleich präzise Zielgruppe. Studierende der Rechtswissenschaften bilden den Kern. Hinzu kommen Studierende anderer Fakultäten und Hochschulen, in deren Ausbildung Recht eine wichtige Rolle spielt. Auch Rechtsabteilungen, Controller:innen, Compliance-Teams, Finance-Fachleute, Personalverantwortliche und Führungskräfte arbeiten regelmäßig mit juristischen Begriffen.
Das Design orientiert sich an ihren konkreten Nutzungssituationen: Ein:e Jurist:in sucht eine schnelle Abgrenzung, ein:e Controller:in den rechtlichen Sinn eines Begriffs, ein:e Compliance-Verantwortliche: r den normativen Zusammenhang und ein:e Student:in den Einstieg in ein neues Rechtsgebiet. Das Fachwörterbuch bietet allen einen gemeinsamen Zugang zur Sprache des Rechts.
Was ist der eigentliche Clou des Konzepts – und wo liegt Ihre persönliche Herausgeberhandschrift?
Der Clou liegt in der Gesamtidee: Studierende hatten für den konkreten Moment der begrifflichen Orientierung lange kein passgenaues Werkzeug. Das Fachwörterbuch schließt diese Lücke. Das Autor:innenteam bringt die fachliche Tiefe und die Expertise der einzelnen Rechtsgebiete ein. Meine Herausgeberhandschrift liegt in der strategischen Klammer: in der Produktidee, der Verbindung von Buch und Onlineplattform, der gezielten Ansprache unterschiedlicher Nutzer:innengruppen, der Weiterentwicklung in einzelne Angebote und dem Konzept für eine möglichst große Verbreitung. Für mich ist dieses Werk ein echtes Herzensprojekt.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung für die Zukunft des Fachwörterbuchs?
Die Digitalisierung erweitert den Nutzen des Werks erheblich. Deshalb existiert es seit jeher auf einer Onlineplattform und lässt sich dort gezielt durchsuchen. Die Plattform eröffnet die Möglichkeit, neue Rechtsentwicklungen rasch aufzunehmen, immer up to date zu sein und unterschiedliche Nutzungssituationen passgenau zu bedienen. Seit der letzten Auflage stellen wir die Onlineplattform auch allen Nutzer:innen zur Verfügung.
Kann dieses Konzept auch neue Menschen für Jura gewinnen – und welches Marktpotenzial sehen Sie?
Ein verständlicher Zugang macht die Faszination des Rechts sichtbar. Studieninteressierte und Menschen aus anderen Fachrichtungen erleben früh, wie spannend juristische Begriffe, Wertungen und Zusammenhänge sind, weil es immer um reale Ereignisse da draußen geht. Studierende können fundiert einschätzen, ob das Jusstudium zu ihren Interessen und Fähigkeiten passt. So gewinnt das Fach qualifizierte, motivierte und begeisterte Menschen. Das Marktpotenzial ist außergewöhnlich, weil das Fachwörterbuch ein wiederkehrendes Problem vieler Gruppen löst: juristische Sprache schnell, präzise und verlässlich zu verstehen. Buch, Onlineplattform, zielgruppenspezifische Spin-offs und abgestufte Tarife verbinden fachliche Qualität mit großer Skalierbarkeit. Für mich trägt diese Kombination das Potenzial eines Bestsellers und eines dauerhaften Standardwerks.
Welches Versprechen gibt das Fachwörterbuch seinen Nutzer: innen?
Es verwandelt einen Moment der Unsicherheit in den nächsten klaren Schritt. Es bringt Studierende, die den Faden verloren haben, zurück in die Lehrveranstaltung, beschleunigt das Wiederholen, macht sattelfest und gibt Fachleuten eine schnelle, sichere Orientierung. Sein Versprechen passt in drei Worte: nachschlagen, verstehen, weiterkommen.
Mag. Dr. Christian Piska
ist ao. Universitätsprofessor am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien.
Veröffentlicht 2026
von Christian M. Piska bei facultas
ISBN: 978-3-7089-2746-6
Juristische Fachsprache schnell und sicher verstehen: Das Fachwörterbuch Rechtswissenschaften erklärt zentrale Fachbegriffe, Definitionen und Abgrenzungen kurz, prägnant und verständlich. Die alphabetische Ordnung und zahlreiche Querverweise ermöglichen ein besonders effizientes Nachschlagen. ...